Bei dem sog. Wechselmodell (oder auch Paritätsmodell) haben beide Elternteile die Pflicht, Barunterhalt zu zahlen. Der Unterhaltsbedarf des Kindes, bzw. der Kinder bemisst sich nach dem beiderseitigen Einkommen der Eltern und umfasst zusätzlich den sich aus dem Wechselmodell ergebenden erhöhten Bedarf, insbesondere die Mehrkosten, so dass der zu tragenden Bedarf regelmäßig höher liegt als beim herkömmlichen Residenzmodell (vgl. BGH Beschluss vom 05.01.2014 XII ZB 599/13). Der sich aus dem Wechselmodell ergebende Mehrbedarf ist grundsätzlich konkret darzulegen und wird zwischen den Eltern aufgeteilt. Dabei sind nur solche Mehrkosten beim Kindesunterhalt zu  berücksichtigen, die dem Unterhaltsbedarf des Kindes und nicht der Lebensführung des Betreuenden zugerechnet werden können. Hierzu zählen beispielsweise Wohnmehrkosten, doppelter Erwerb persönlicher Gegenstände sowie Fahrtkosten.Mehrkosten sind dagegen nicht Kosten einer Nachmittagsbetreuung, die es dem Betreuenden ermöglicht, seiner Erwerbstätigkeit nachzugehen (Beschluss vom 29.10.2015 OLG Dresden 20 UF 851/15).

Für Fragen rund um den Kindesunterhalt steht Ihnen Frau Rechtsanwältin Thon jederzeit gerne zur Verfügung.