Das Landgericht Augsburg hat vor kurzem ein Urteil (Urt. v. 14.11.2018, Az. 021 O 4310/16) mit erheblicher Außenwirkung gefällt. Dem Kläger eines VW-Golfs Trendline 1.6, der von der „Schummel-Software“ betroffen war, der Kauf des Pkws allerdings bereits sechs Jahre zurück lag, wurde das Recht zugesprochen, sein Fahrzeug gegen vollständige Kaufpreisrückzahlung beim Autohersteller VW zurückzugeben.

Das besondere hieran ist, dass vom Gericht die arglistige Täuschung anerkannt wurde und der Käufer keine Nutzungsentschädigung für die bis dahin gefahrenen Kilometer und den eingetretenen Verschleiß zu zahlen hat. Vielmehr wurde sogar der Autohersteller verurteilt, Zinsen an den Käufer zu zahlen. Bisher hatten Gerichte dem Käufer immer die Zahlung einer Nutzungsentschädigung auferlegt.

Zwar ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, aber kann bereits jetzt als Richtungsweisend angesehen werden. Es lässt sich die Tendenz entnehmen, dass aufgrund der weit fortgeschrittenen Aufklärung im VW-Diesel-Skandal auch die Rechtsprechung zu einem für den Verbraucher günstigen Ergebnis kommen kann.

Für Betroffene wird es höchste Zeit zu handeln! Insbesondere im Zusammenhang mit Ansprüchen gegen VW und Händlern droht in einer Vielzahl von Fällen die Verjährung zum Ende des Jahres 2018.

Wenn Sie sich noch unsicher sind oder Hilfe suchen, rufen Sie uns an. Für Ihre Rückfragen steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Steven Selvanayagam zur Verfügung. Herr Rechtsanwalt Selvanayagam betreut in unserem Hause die verkehrsrechtlichen Mandate und zeichnet sich durch besondere Expertise aus. Wir helfen Ihnen die richtigen Schritte einzuleiten.

Ihr Anwaltsteam Korzus Piewack Horstkötter und Partner