Zugunsten einer Vermieterin, die bereits seit geraumer Zeit Mietrückstände verzeichnen musste, konnte mit Urteil des Amtsgericht Bremen vom 20.09.2019 -Az. 25 C 251/19 zu Ihrem Recht verholfen werden.

Der Vermieter wurde verurteilt die rückständigen Mieten zu zahlen und die Wohnung zu räumen.

Dieses einfache Ergebnis ist jedoch mit besonderen Hürden verbunden. Das Problem des Vermieters, der einen zahlungsunwilligen Mieter in der Wohnung hat, ist die Zeit. In einer Vielzahl von Fällen, so auch hier, werden rechtliche Maßnahmen erst sehr spät und manchmal auch zu spät ergriffen. Selbstverständlich sollte man mit seinem Mieter ins Gespräch gehen und eine einvernehmliche Lösung finden, jedoch darf sich dies nicht soweit hinausziehen, dass es auf Vermieterseite zu erheblichen Schäden kommt. Eine rechtliche Absicherung ist stets geboten.

Neben dem Mietverlust besteht das Problem, dass die Wohnung solange der Mieter in ihr wohnt nicht weitervermietet werden kann. Im schlimmsten Fall stellt sich dann bei der Räumung heraus, dass die Wohnung verwüstet ist und noch erhebliche Kosten durch Renovierungsarbeiten anstehen.

Auch bei rechtlichen Schritten wird empfohlen bereist frühzeitig rechtliche Schritte einzulegen.

Als erstes muss die Kündigung richtig und formgerecht konstruiert sein und dem Mieter nachweislich zugestellt werden. Bei einer außerordentlichen fristlosen Kündigung kann es geboten sein, hilfsweise eine ordentliche fristgerechte Kündigung auszusprechen. Es sollte zudem bereits hier der stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses widersprochen werden.

Wenn der Mieter sich nicht rührt verbleibt nur noch der Klageweg. In dieser Konstellation ist der vergangene Mietzins, der zukünftige Nutzungsersatz und die Räumung einzufordern. Eine Räumungsklage kann schon vor Ablauf der Kündigungsfrist erfolgen, wenn begründete Indizien bestehen, dass der Mieter nicht ausziehen wird. Dies ist sogar in vielen Fällen geboten. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Mühlen der Gerichte langsam mahlen und bis zum Termin der ersten mündlichen Verhandlung schon mal drei Monate bis ein Jahr ins Land gehen. Die Zeit wird dann noch dadurch verlängert, wenn der Mieter eine angemessene Räumungsfrist beantragt, die seitens des Gerichts eingeräumt wird.

In Anbetracht dessen ist eine frühzeitige rechtliche Beratung im Zusammenhang dieses Themenbereiches von besonderer Bedeutung. Es geht nicht nur darum, Recht zu haben, sondern seien Anspruch auch zeitnah durch- und umzusetzen.

Ob in den Bereichen des Mietrechts, Wohnungseigentumsrecht, Maklerrecht, Nachbarschaftsrecht und Immobilienrechts, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.